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Mammut - Geschichte

 

Mammut – Die Geschichte des Aufstiegs von der Seilerei zum Outdoor-Experten

Die Mammut Sports Group AG blickt bereits auf über 150 Jahre Erfahrung zurück. Nachdem Kaspar Tanner seine Ausbildung als Seilmacher abgeschlossen hatte und einige Jahre als Geselle arbeitete, begann er 1862 im schweizerischen Dintikon damit, seine eigenen Seile zu fertigen. Dies war der Grundstein der Geschichte eines heute weltweit bekannten Unternehmens. 16 Jahre später zog Kaspar Tanner nach Lenzburg. Dort wurde ihm erlaubt, seine handgefertigten Seile auf dem Bürgersteig zu flechten und aufzurollen. Kaspar Tanner´s Sohn Oscar übernimmt die Seilmacherei im Jahre 1897 und hat von nun an die Geschicke in der Hand. Um wetterunabhängig arbeiten zu können, brachte dieser ein kleines Dach über seinem Gehweg an und konnte seine Seile fortan im Trockenen fertigen. 1911 meldete Oscar Tanner ein Patent für seine Seil-Flecht-Maschine an.

Im Jahr 1918 setzte das Unternehmen den ersten, großen Meilenstein. Oscar Tanner investierte in neue Maschinen und wird Projektleiter beim Bau einer mehrstöckigen Fabrik. Ein Jahr später werden die Seilmacher zur Aktiengesellschaft. Die neue Seilwarenfabrik AG Lenzburg gehört fortan zur schweizerischen Bindfadenfabrik. Im Jahr 1924 verlässt Oscar Tanner das Unternehmen.

1943 wird das Mammut-Logo erstmalig in der Geschichte eingeführt. Die Seilwarenfabrik AG wählt das Mammut als Logo, um Stärke zu symbolisieren und sich von den Wettbewerbern abzuheben. Im Jahr 1952 bringt Mammut das Argenta Seil auf den Markt. Dieses ist das erste Gletscher-Seil, welches aus Nylongarn gefertigt wurde. Zu diesem Zeitpunkt werden noch lediglich 20% der Seile in Handarbeit gefertigt. 6 Jahre später gelingt mit dem Mammut Everest eine weitere revolutionäre Markteinführung. Dieses Seil ist das erste Bergsteiger-Seil mit einer Kernmantel-Konstruktion. Im Jahre 1962 feiert das Unternehmen sein 100-jähriges Bestehen und die Umsätze lassen auf weitere, erfolgreiche Jahre hoffen. Gegenüber dem Jahr 1936 stieg der Umsatz um das 30-fache an. 1964 konzipierte Mammut das erste dynamische Einfachseil, das von der Internationalen Föderation für Bergsteigen und Klettern ausgezeichnet wurde. 2 Jahre später erfolgte die Übernahme der Seilwarenfabrik AG durch die Heberlein Group, welche das Unternehmen in Arova Lenzburg AG umbenannten.


 

Im Jahre 1971 wurde die Zwirnerei und Gurtweberei Walter Schwarzenbach AG übernommen. In der nachfolgenden Zeit wurde das Sortiment um weitere Produkte wie Schlafsäcke, Bekleidung und Zelte erweitert. Außerdem wurde die erste Gore-Tex®-Bekleidung unter dem Namen Altitude auf den Markt gebracht. 1981 revolutionierte Mammut die Produktion von Alpinbekleidung. Gemeinsam mit einem Schweizer Textilexperten wurde eine völlig neuartige Alpinhose aus synthetischem Material entworfen und weitere Produktneuheiten kamen auf den Markt. Nach einer weiteren Firmenübernahme durch die Züricher Ziegeleien wurde das Unternehmen im Jahr 1984 in Arova-Mammut AG umbenannt. 5 Jahre später wurde der Rucksackspezialist Fürst AG aus Wädenswil übernommen und in das Unternehmen integriert. Außerdem wurde zu diesem Zeitpunkt in Memmingen eine Tochtergesellschaft gegründet, welche fortan für den Vertrieb in ganz Deutschland zuständig war.  1992 wurde der zentrale Fabrikstandort in Seon bezogen. Zeitgleich erblickte die innovative Mammut Extreme Kollektion mit neuartigen Materialien und auffälligen Farben das Licht der Welt.

Nach den Übernahmen des nordamerikanischen Outdoor-Spezialisten Climb High im Jahr 2000, dem norwegischen Schlafsack-Spezialisten Ajungilak im Jahr 2001 und der Bergschuh-Marke Raichle wurde das Unternehmen in Mammut Sports Group AG umbenannt. Im Jahr 2007 eröffnete Mammut weitere Stores in Japan, der Schweiz und in Deutschland. Im selben Jahr erfolgte die Übernahme der Marke Lucido®, welche innovative und hochwertige Stirn- und Taschenlampen entwickelte. Ein Jahr später trat Mammut der Fair Wear Foundation bei und behält diese Partnerschaft bis heute bei. In 2009 und 2010 wurden die Marken Raichle und Toko wieder ausgegliedert und Mammut konzentrierte sich auf seine eigene Hauptmarke. 2012 wurde schließlich das neue Hauptlager in Wolfertschwenden bezogen, was ein Meilensteine in der Geschichte der Mammut Sports Group AG darstellte..

Heute ist Mammut weltweit vertreten und erwirtschaftet rund 70% des Umsatzes im Ausland. Dieser betrug im Jahr 2014 rund 250 Mio. Schweizer Franken, wovon 50% allein aus dem Bekleidungs-Segment stammt. Das Unternehmen hat sich von einer einfach Seilerei zu einem modernen und innovativen Unternehmen entwickelt.  Mit Hilfe der über 550 Mitarbeiter werden die Entwicklung und Herstellung von Bekleidung, Seilen, Gurten und Bergsport Ausrüstung stets vorangetrieben und optimiert. Mit seinen Tochterfirmen in Deutschland, Norwegen, Großbritannien, Asien und der USA und dem weltweiten Vertriebsnetz rüstet sich Mammut für weitere Aufgaben!

 

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